Sozialdienst katholischer Frauen Bocholt e.V.

Präventionsprojekt FASD

(Fetal Alcohol Spectrum Disorder)

Schwangerschaftsberatung

Präventionsprojekt
zum Thema FASD

 

Der Sozialdienst katholischer Frauen Bocholt e. V. arbeitet im Jahr 2020 an einem Projekt zum Thema FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder). Vornehmlich geht es hier in Zusammenarbeit mit der Schwangerschaftsberatung um Prävention.

Die Schwangerschaftsberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen Bocholt e. V. richtet sich an Mädchen, Frauen und Männer sowie deren Angehörige, die Fragen oder Anliegen in Bezug auf Schwangerschaft haben. Auch nach der Geburt des Kindes, bis zum dritten Lebensjahr des jüngsten Kindes kann die Beratung in Anspruch genommen werden. Der Schutz des ungeborenen Lebens durch Unterstützung der Frau/des Mannes/des Paares in der Schwangerschaft und nach der Geburt ist wesentliches Leitziel der Beratung.

Hier setzt das Projekt „Sicher im Bauch – gib FASD keine Chance“ des SkF Bocholt e. V. an, welches sich der Prävention von FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) widmet. In Deutschland werden jährlich 4.000 Kinder mit FASD und den damit verbundenen Behinderungen geboren. Die Dunkelziffer liegt bei 10.000 – 15.000 Neugeborenen. Nur 44 Prozent der deutschen Bevölkerung weiß, dass diese angeborene Fehlbildung nur durch vollständige Abstinenz von Alkohol vermieden werden kann. Alkohol in der Schwangerschaft kann bei Kindern Minderwuchs, Untergewicht, Mikrozephalie, geistige und motorische Entwicklungsverzögerung, Verhaltensstörungen, Intelligenzminderungen, organische Schäden und Skelettfehlbildungen hervorrufen.

Präventiosnprojekt FASD

8 von 10 Frauen betroffen

 

Bereits kleine Mengen Alkohol können zu Schädigungen führen, da der Alkohol unmittelbar den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes erreicht und sich das Zellgift unmittelbar schädigend auf die Zell- und Organentwicklung auswirkt. Je nach Entwicklungsphase des Kindes im Mutterleib sind unterschiedliche Zell- und Organbereiche betroffen.

FASD ist keine ausschließliche Problematik in Suchtfamilien, sondern betrifft Kinder aller Gesellschaftsschichten. 8 von 10 Frauen trinken Alkohol in der Schwangerschaft. Die Behinderung kann zu 100 Prozent vermieden werden, wenn die Frauen konsequent auf Alkohol verzichten würden.

Ziel des Präventionsprojektes ist es, bei der Generation der zukünftigen Eltern ein Bewusstsein über die lebenslangen Einschränkungen, die durch intrauterine Alkoholexposition entstehen können, zu bilden und Handlungskompetenzen zu deren Verhinderung zu vermitteln. Es sollen Kooperationen mit Institutionen wie z. B. Gynäkolo_innen, Hebammen usw. intendiert werden. Im Rahmen der Schwangerschaftsberatung und der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit sollen Aufklärungsmaterialien erarbeitet werden.

Zudem soll ein Konzept für Projekttage an weiterführenden Schulen erstellt und durchgeführt werden – ähnlich den bereits bestehenden Angeboten des SkF Bocholt e. V. aus den Fachbereichen Sexualpädagogik und Psychoedukation.

Präventionsprojekt FASD

Beratungsinhalte

Die inhaltliche Umsetzung des Projektes beinhaltet:

  • Konzepterarbeitung
  • Aufsuchende Arbeit – Kontaktknüpfung bei gynäkologischen Praxen, Schulen, Familienzentren etc.
  • Etablierung von Angeboten von weiterführenden Schulen
  • Öffentlichkeitsarbeit: Erstellen von Materialen, Website, Flyer, öffentliche und digitale Medien
  • Multiplikatoren gewinnen, schulen und begleiten
  • Regelmäßige Beratung/fachlicher Austausch mit den beteiligten Fachdiensten

    o Schwangerschaftsberatung
    o Sexualpädagogik
    o Adoptionsvermittlung
    o Pflegekinderdienst
    o Westfälische Pflegefamilien
    o Allgemeine Sozialberatung

Präventionsprojekt FASD

Kontakt & Information

Sozialdienst katholischer Frauen Bocholt e.V.
Langenbergstraße 18
46397 Bocholt

Telefon: 02871 25182-10
Email: info@skf-bocholt.de

 

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